Was ich noch zu sagen habe

Bevor dieses Buch nun zu Ende geht, muss noch auf einige wesentliche Bestandteile der Hintergründe eingegangen werden, die dazu führten, dass dieses Buch überhaupt geschrieben wurde. Einer der Gründe war sicher ein gewisser Geltungsdrang, der in der Vorstellung mündete, Schriftsteller zu sein sei erstrebenswert, bringe Geld und Ansehen, einen Haufen Freunde und schöne Mädchen, den Pulitzerpreis und ein Denkmal im Stadtpark.
Und Schriftsteller schreiben nun mal Bücher.
Ein anderer Grund ist das Mitteilungsbedürfnis, das sich sonst nur in Gesprächen stillen lässt, vielmehr in Monologen, wobei mir Gespräche dieser Art im nüchternen Zustand immer ein Greul waren, unter Einfluss des Alkohols wiederum nicht die nötige Struktur bekamen, um wirklich befriedigend zu wirken, somit als einzig mögliche Konstellation zur Befriedigung des Mitteilungsbedürfnisses das Schreiben zuließen, denn :
Der Leser kann sich nicht wehren gegen die Worte, die er liest, er kann höchstens das Buch zuschlagen, was er aber nicht machen wird, denn er hat ja mindestens 2,90 Euro dafür bezahlt, und für 2,90 Euro liest er es auch, obwohl er sich ärgert, um es dann irgend jemandem, den er nicht mag, weiterempfehlen zu können, der es dann kauft und sich auch ärgert.
Marcel Reich-Ranitzky wird das Buch nicht lesen, nicht einmal im nächsten Leben, wenn er als Schriftsteller zur Welt kommt und von mir, dem nächsten Literaturpapst, vor laufender Kamera und einem Millionenpublikum dazu angehalten wird, es zu lesen, um etwas dazuzulernen.
Reich-Ranitzky hat eben Charakter, einen sehr seltsamen vielleicht, aber immerhin Charakter.
Im Übrigen glaube ich, dass es gar nicht notwendig ist, so viel über dieses Buch zu schreiben, viel notwendiger ist die Auseinandersetzung mit den Dingen des Lebens, der Relativitätstheorie, schwarzen Löchern (vor allem in den Alpen), der Astrologie, Geschichte, Musik, Pflanzen, Bewusstseinserweiterung, Verständnisproblemen, Kontaktnahme mit Außerirdischen und den kleinen komischen Flecken auf meiner Stirn.
Bevor dieses Buch nun zu Ende geht, sollte wirklich darüber auch etwas geschrieben werden, damit man nicht glaubt, ich sei engstirnig und wüsste über diese Dinge nicht Bescheid: Ich weiß ein wenig über Musik, auch über Filme und ein bisschen über Frauen - nämlich das, was mir einige Frauen über sich erzählt haben; sehr stolz bin ich außerdem auf meine Erfahrungen mit Apple Computern, und die Tatsache, dass ich schon mit 5 Jahren genau wusste, dass das Universum expandiert.
Des Weiteren verkauft sich ein Buch, das nur aus einer Seite besteht wahrscheinlich auch nicht besonders gut, daher sage ich im Folgenden, was ich noch zu sagen habe.